Vor vier Jahren beschloss Aneta, genug ist genug. Sie brauchte endlich einen Ausgleich zu ihrem Architekturstudium, weg vom Rechner, einfach nur mit den Händen arbeiten. Sie beschloss, etwas mit Keramik zu machen, als Hobby. Ach, einfach nur etwas mit den Händen formen, das sie sich am Ende anschauen, sogar anfassen konnte! Das gab ihr ein gutes Gefühl. So entstanden wunderschöne Teller, Tassen, Schalen, noch bis heute. Sie formt die feinen Keramikbehälter, glasiert sie zuhause im eigenen Ofen, mittlerweile verkauft sie sie auch über das Internet.

Die Schalen, die Teller und die Tassen, die Aneta verkauft, sind nicht perfekt: der Rand nicht gerade, die Farbe nicht gleichmäßig, die Form nicht perfekt rund... Und trotzdem möchten viele Menschen ihre Objekte kaufen. Dazu komme ich später wieder zurück.

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Vor ziemlich genau sechs Wochen saß ich im Konzert und hatte eines der stärksten Erkenntnisse der letzten Zeit. Auf dem Programm standen Klarinettenquintette mit dem Gerhard Quartett und dem Klarinettisten Victor de la Rosa, in einem kleinen, aber feinen Festival bei Barcelona, wo meine Eltern wohnen. Es geht heute um Commitment.

Was Commitment ist und was es nicht ist

Doch was bedeutet Commitment überhaupt? Und warum verwende ich den englischen Begriff? Im Prinzip bedeutet Commitment auf Deutsch Verpflichtung. Doch während beim Englischen "Commitment" die Zusage aus dem Inneren heraus entsteht, kommt beim Deutschen Wort "Verpflichtung" die Zusage eher aus einem Gefühl "ich muss eine Pflicht von außen erfüllen". So fühlt sich das jedenfalls für mich an. Ich möchte heute von dieser inneren Zusage sprechen.

Schon im Vorfeld, vor dem Konzert, hatte ich erfahren, dass das Quartett sechs Tage die Woche für 4 Stunden probt und dass jeder nebenbei natürlich auch ein paar Stunden pro Tag einzeln übt, das Ganze seit 8 Jahren. Das ist auf jeden Fall eine Hausnummer. Quartett spielen wird oft auch als "Ehe zu viert" bezeichnet, und das nicht zu unrecht.

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Das schönste Dirigat der Welt

Er hatte das schönste Dirigat der Welt, und er war fünf Jahre lang mein Chorleiter. Wenn man im Durchschnitt 120 Mal im Jahr zusammen singt, sammeln sich einige Erfahrungen an - ein Konzert ist mir besonders in Erinnerung geblieben.

Mein Chorleiter kam eines Tages z...

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Auf dem Video sehen wir sie mit eingezogenen Schultern. Es erklingen die ersten Takte des d-moll Klavierkonzertes von Wolfgang Amadeus Mozart. Pires, deren Gesichtsausdruck mehrere Gefühle gleichzeitig verkörpert - von Scham, über Verzweiflung bis hin zu Entschlossenheit - stützt ihren Kopf mit eine...

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Diese Woche hat ein Interview mit Christian Tetzlaff in Strings Magazine im Internet für leise Furore gesorgt.

Darin beantwortet Konzertviolinist Tetzlaff die Frage, welche Ratschläge er jungen Geigern von heute mit auf den Weg geben würde. Seine Antworten ergeben zusammengefasst die Richtlinien e...

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Plus Bonuslektion von Britney Spears. Eine Begegnung im Utrecht Alte Musik Festival.

Ich sitze in der letzten Vormittagssitzung des Meisterkurses auf dem Utrechter Alte Musik Festival: während der letzten drei Tage hat Pierre Hantai Studenten und Gasthörern einen seltenen Einblick in seine Klangwelt gegeben. Der ganze Raum hört gebannt zu, während wir uns dem Schluss der Sitzung nähern.

Da geht auf einmal die Tür auf, und hinein rauscht ein großer blonder Mann in einem cremefarbenen Anzug, mit welligem langen Haar, eine Plastiktüte in der Hand. Die Unterbrechung entgeht den Anwesenden nicht. Er schaut verlegen um sich, späht einen freien Platz am Ende des Saales und setzt sich hin.

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Vor Kurzem war ich in der Berliner Philharmonie, um Benjamin Zander und das Boston Philharmonic Youth Orchestra auf ihrer Europatournee zu hören.

Die jungen Spieler musizierten mit der Energie und Hingabe, die außergewöhnlichen Jugendorchestern zueigen ist. Es war ein sehr schönes Konzert.

Jedoch war das Publikum wenig gefasst: viele redeten parallel zur Musik und es ergaben sich laute spontane Hustenanfälle zwischen den Sätzen. Es war, als ob das Publikum die Stille nicht ertragen könne.

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