Es wird Zeit, dass wir darüber sprechen. Über dieses hohle Gefühl in der Brust, das sich unsichtbar in uns zusammenzieht. Über das Grübeln, das hin und her Überlegen. Soll ich, soll ich nicht. Was wäre, wenn. Ach nein, ich lasse das lieber.

Die "Bin ich gut genug"-Frage ist tief verankert in uns Musiker. Sie legt sich über viele unserer Träume und unserer Projekte wie eine samtig schwere Decke. Diese samtene Decke hält uns zwar warm, aber rühren können wir uns schlecht darunter. Nichts dringt nach Außen. Kein Ton. Kein Atemzug. So können Projekte nicht vorankommen. Sie werden im Keim erstickt und bleiben in der Schublade, oder im Geigenkasten.

Doch es gibt ein Werkzeug, das das Ganze umkehrt. Wie eine Schere, mit der wir ein kleines Loch zum Atmen in diese Decke schneiden können. Es ist das kleine Wort Ja.

"Bin ich gut genug? - Ja."

Und schon können wir ein wenig aufatmen, vielleicht anfangen, das kleine Loch größer zu schneiden. Ja... - Ja! Ich bin gut genug.

Lass das mal kurz sacken.

Ja, du bist gut genug, auf der Bühne zu stehen, selbst wenn du schon lange nicht aufgetreten bist. Ja, du bist gut genug, neben deinem langjährigen Vorbild am Orchesterpult zu sitzen. Ja, du bist gut genug, du darfst genau da sein, wo du es dir wünschst.

Niemand wird kommen und dich auffordern, deinen Träumen nachzugehen, geschweige denn, dir die Erlaubnis zu erteilen. Eher umgekehrt. Du kannst dir also gleich diese Erlaubnis selbst geben.

Und wenn du das tust, passiert etwas Erstaunliches.

Denn sobald wir das Gefühl haben, dass wir dürfen, dass wir also gut genug sind, kommen wir ins Handeln. Wir gehen die Schritte, die es braucht, bis wir es schaffen, was wir uns wünschen.

Warum also nicht gleich ins Handeln kommen, warum nicht gleich den ersten kleinen Schritt tun, um dein Projekt in die Welt zu setzen?

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?



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